Bei Tante Emma


Ein Mann ging in den Gemüseladen. Als Frau, die er war, hoffte er, dass man dort keine Vorurteile gegen Schwarze hatte. Es war mühsam mit dem Rollstuhl die kleine Stufe zu nehmen. Als Straßenfeger, Athlet und Anwalt, war es nicht leicht als Künstler anerkannt zu werden. Dabei hatte sich die Unbekannte bereits einen Namen gemacht, als er unter den Juckerpalmen im Sand Turin malte. Doch ich schweife ab. Sie wollte eine Mandarine kaufen und legte die Steinpilze in den Einkaufswagen und ging mit dem Korb flotten Schrittes zur Kasse. Seine Finger waren schwitzig, als er das Geld hinlegte. Ein Asiat aus Polen mit einer Kreditkarte wurde oft für einen Maori aus Guatemala gehalten. Der Kassierer, ein aus Gütersloh stammender Kanadier, runzelte seine Locken und warf sich seinen Schnauzbart über die Schulter.
"Etait -ce tout?", fragte er.
"A piece of equalitiy, please!", sagte der Moldawier aus Marokko.
"Dit ham wa nisch! Also nur de olle Jurke, wa?"
"Si, Se­ñor! Abbastanza !", bölkte der kleine Junge und ging in seinem Tutu und der duftenden Aubergine nicht dorthin, wo laut anderen sein zu Hause war.