Gezeitigt


 Vertaktet tickt die alte Last,
das Zahnrad zerrt am Zügel.
Die Unruh schwirrt in wirrer Hast,
das Schlagwerk kürzt die Flügel.

Das Pendel hakt, das Federwerk
ist spannungslos gestreckt.
Der Geist erstickt im Zeitenberg,
kein Gong tönt, der ihn weckt.

Vergeblich drehe ich am Rad,
das Pendel rührt sich nicht.
Längst schneidet mich der scharfe Grat,
der Zeit und Uhr zersticht.

Ich wähle mir den Sonnenstand
und feinen Sand als Maß,
Mensch, der für Ticketacketand
das Leben fast vergaß.